Im äußersten Westen des Kontinents liegt Lysareth, ein Land, das seit jeher als Reich des Lichtes besungen wird. Hier ist alles von Wärme und Farbe durchzogen. Denn während andere Länder im Schatten versinken, erwacht Lysareth jeden Morgen in goldenem Licht.
Die Landschaft wirkt beinahe unwirklich. Sanfte, grüne Hügel ziehen sich bis zum Horizont, während uralte Bäume mit silbrig schimmernder Rinde darüber wachen. Dazwischen erstrecken sich Wiesen voller Blüten in Farben, die es anderswo nicht gibt. Und selbst der Wind trägt den Duft von Honigblüten, wilden Roarien und feinen Silberblüten mit sich.
Kristallbäume voller Magie
Doch Lysareth ist mehr als nur Schönheit. Überall im Land wachsen Kristallbäume, deren klare Strukturen von Magie durchzogen sind. Dadurch ist die Kraft dieses Reiches allgegenwärtig. Nicht ohne Grund ziert der Kristallbaum das Wappen des Landes.

Lysareth’s Hauptstadt Lirael
Im Herzen von Lysareth erhebt sich die Hauptstadt Lirael. Große Teile der Stadt, ebenso wie der Königspalast, wurden aus Kristall errichtet. So wird die Magie nicht nur genutzt, sondern bewusst in das Leben der Elfen eingebunden. Dadurch wirkt selbst die Architektur lebendig.
Die Elfen
Auch das Volk spiegelt diese Leichtigkeit wider. Die Elfen reiten auf schneeweißen Pferden, deren Bewegungen fast lautlos erscheinen. Ihre Gewänder sind fließend und hell, oft in Weiß, Silber oder sanften Farben gehalten. Selbst ihre Rüstungen wirken weniger wie Schutz, sondern eher wie kunstvoll geformtes Licht.
Und dennoch ist Lysareth nicht so makellos, wie es scheint. Zwar wird das Reich von einem ehrwürdigen König regiert, der an alten Traditionen festhält, doch am Hof zeigen sich erste Spannungen. Besonders der Kronprinz fällt durch Oberflächlichkeit und Gleichgültigkeit auf. Und während er sich im Glanz des Hofes verliert, beginnt der Schein langsam zu bröckeln.

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